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Datum:  Freitag, 11. Dezember 2015

SUSPA führt MES von ORBIS ein: Echtzeitsicht auf Produktionskennzahlen

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Die SUSPA GmbH will durch die Einführung der Lösung ORBIS MES, die nahtlos in das zentrale SAP-ERP-System integriert ist, Shop-Floor-Prozesse sowie die Produktivität und Auslastung ihrer Anlagen optimieren. Dadurch sollen Kundenaufträge schneller bearbeitet, die Liefertreue verbessert, die Maschinenauslastung erhöht und Kosten dauerhaft gesenkt werden. Gleichzeitig schafft das Unternehmen mit dem MES die Grundlage für eine „intelligente Fabrik“, die auf dem Konzept von Industrie 4.0 basiert.

Gasfedern, Dämpfer und Verstellsysteme der SUSPA GmbH verrichten ihre Dienste im Hintergrund: Sie sorgen dafür, dass die Heckklappe der Mercedes-E-Klasse sich automatisch schließt, der Heckspoiler beim Porsche 911 Turbo sacht ausfährt, Waschmaschinen leise schleudern und Kühlschranktüren fast lautlos zuklappen. Pro Jahr stellt der Systempartner für Kunden aus der Automobilbranche, dem Maschinenbau, der Möbel-, Medizintechnik- und Elektrogeräteindustrie rund 70 Millionen Teile für 50 Produkte in 1.500 Varianten her. Und es werden ständig mehr.

Verbesserungspotenzial im Shop-Floor

Doch auch die Anforderungen der Kunden steigen stetig. Gefordert wird die zeitnahe und flexible Bearbeitung von Aufträgen und noch größere Liefertreue bei geringeren Kosten. „Ein Eckpfeiler unserer Geschäftsstrategie ist deshalb, die Qualität der Betriebsabläufe in allen Bereichen durch eine moderne und konsolidierte IT-Landschaft kontinuierlich zu verbessern“, weiß Jürgen Nothof, Leiter Global IT bei der SUSPA GmbH.

Durch die unternehmensweite Standardisierung und Harmonisierung der betriebswirtschaftlichen Prozesse in einem zentralen SAP-ERP-System ist man auf diesem Weg ein großes Stück vorwärtsgekommen. Doch insbesondere in der Fertigung wollen die Verantwortlichen bei SUSPA durch eine optimierte Nutzung und Auslastung von Anlagen und schnellere Durchlaufzeiten die Produktivität nachhaltig steigern und Kosten dauerhaft senken.

Echtzeitsicht auf die Fertigung

„Dazu brauchen wir eine aktuelle Sicht auf das Produktionsgeschehen und – möglichst in Echtzeit – exakte Kennzahlen zu Fertig-, Gut- und Ausschussmengen, Stillstand-, Stör- und Rüstzeiten oder zur Maschineneffektivität (Overall Equipment Effectiveness = OEE)“, erklärt Jürgen Nothof. Deshalb erfasst man die Daten aus produktionsnahen Systemen seit Kurzem mit dem modernen Manufacturing-Execution-System (MES) der ORBIS AG, die auch mit der Implementierung beauftragt ist. „Die ORBIS-Berater zeichnen sich durch Prozess- und Beratungskompetenz aus. Zudem haben sie in unserem Unternehmen bereits mehrere SAP-Projekte erfolgreich durchgeführt und sind daher mit den Geschäftsprozessen vertraut“, so Jürgen Nothof.

Ausschlaggebend für die Wahl von ORBIS war, dass die MES-Lösung zu 100 Prozent auf SAP-Technologie basiert und vollständig in die ERP-Software integriert werden kann. Somit fallen die Kosten für den Aufbau und die Pflege einer gesonderten IT-Infrastruktur weg. Auch die Akzeptanz bei den Endanwendern ist hoch. Die Anwendung ist mit zeitgemäßen und einfach zu bedienenden Oberflächen ausgestattet, die auf dem ORBIS Multi-Process Viewer, einer Komponente der ORBIS Multi-Process Suite (MPS), basieren. Ein weiteres Plus ist, dass die Kennzahlen (Key Performance Indicators = KPIs) in ORBIS MES nach dem VDMA-Einheitsblatt 66412 standardisiert bereitgestellt werden.

Maschinen optimal auslasten

Die Vorzüge des ORBIS MES machen sich bereits positiv bemerkbar, denn die Produktionskennzahlen werden nun elektronisch erfasst und sofort automatisch weiterverarbeitet. Somit erhalten die Endanwender, also Maschinenbediener, Produktions- oder Werksleiter, eine Echtzeitsicht auf das Fertigungsgeschehen.
Da die Daten zu dem Zeitpunkt verfügbar sind, an dem sie entstehen, und nicht erst Stunden oder Tage später, können Einsatz und Auslastung von Maschinen und Personal optimal geplant werden. Anhand der KPIs aus der Produktion lässt sich außerdem genau nachvollziehen, ob die in den SAP-Arbeitsplänen berechneten Zeiten etwa für das Auf- und Abrüsten oder für den Personaleinsatz korrekt sind.

Verbesserungen exakt messen

Die IT-gestützten Prozesse sorgen darüber hinaus für einen durchgängigen Informationsfluss von der Fertigungshalle bis hin zu Werksleitung und Geschäftsführung. Die KPIs aus dem Shop-Floor lassen sich komfortabel per Knopfdruck abrufen und werden auf einer webbasierten Cockpitoberfläche grafisch übersichtlich visualisiert. Anhand von Ampelfunktionen erkennt ein Endanwender sofort, ob seine Maschine bei der Bearbeitung eines Auftrags über, im oder unter Plan liegt, ebenfalls angezeigt werden Störzeiten sowie Gut- und Ausschussmengen. Ausnahmesituationen lassen sich auf diese Weise sofort erkennen, und es kann ohne Verzögerung darauf reagiert werden.

Die Ursachen für Störungen, Stillstände oder zu hohe Rüstzeiten werden jetzt ebenfalls im ORBIS MES erfasst und können dort von einem Fertigungssteuerer oder -ingenieur detailliert ausgewertet und mit historischen Daten verglichen werden. „So lässt sich zum Beispiel herausfinden, ob eine Anlage bestimmte Störungsmuster aufweist. Daraus können wir dann gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Laufzeit und der Qualitätsrate ableiten“, verdeutlicht Jürgen Nothof. Die Produktions- und Werksleitung kann in der MES-Lösung die Analyseergebnisse aggregiert auf Werksebene abrufen während die Geschäftsleitung die Auswertungen in aufbereiteter Form von den Mitarbeitern des Werkcontrollings erhält.

Instandhaltung IT-gestützt durchführen

Auch Instandhaltungsmaßnahmen können nun zeitnah und vorausschauend durchgeführt werden, was teure Stillstandzeiten reduziert. Sobald eine Störmeldung vorliegt, egal ob sie aus der Maschinensteuerung kommt oder per Handeingabe am Terminal erfolgt, wird in der MES-Lösung die SAP-Instandhaltungsmeldung angelegt, die direkt in die SAP-Software für die Instandhaltung fließt.

Dort wird ein Instandhaltungsauftrag erzeugt und dem Auftragsvorrat in ORBIS MES hinzugefügt, wo er flexibel und nach Bedarf bearbeitet werden kann. Die für die Reparatur relevanten Informationen etwa zur Arbeitsstation, Serialnummer oder zu Handbüchern sind übersichtlich in einem Cockpit zusammengefasst. Hat ein Instandhaltungstechniker eine Aufgabe erledigt, erfasst er seine Arbeitszeit und den Materialverbrauch in der MES-Anwendung, die die Daten sofort an SAP ERP übergibt, wo sie umgehend verbucht werden.

Wartung vorausschauend gestalten

Geplante Wartungsintervalle lassen sich in der MES-Lösung ebenfalls lückenlos überwachen, sodass Technikerkapazitäten optimal eingeplant und Ersatzteile termingerecht beschafft werden können. Durch die proaktive Instandhaltung sinkt das Risiko eines ungeplanten Ausfalls oder Defekts, und kostspielige Reparaturen lassen sich vermeiden.

Da die MES-Lösung auch den Abschluss eines Fertigungsauftrags teilweise automatisiert an SAP ERP zurückmeldet, erhält das Unternehmen eine klare Sicht auf den aktuellen Materialbestand in der Produktion. Materialengpässe können somit schnell identifiziert und Gegenmaßnahmen zeitnah eingeleitet werden.

Grundstein für Industrie 4.0 gelegt

Aktuell sind alle 25 Maschinen des SUSPA-Werks in Sulzbach-Rosenberg an ORBIS MES angeschlossen. Anlagen, die Rennerteile herstellen, sind vollautomatisch angebunden, die anderen manuell. Zurzeit wird die Lösung am Stammsitz in Altdorf eingeführt und sie arbeitet bereits mit der ersten Maschine produktiv. Ab 2016 sollen das neue tschechische Werk in Bor und später auch der Produktionsstandort in China an die MES-Lösung angebunden werden. Mittelfristig ist geplant, auch die SAP-Software für das Qualitätsmanagement einzuführen und Daten aus den Messsystemen direkt in das MES zu übertragen.

„Mit ORBIS MES tragen wir mehr Licht in die Werkshallen, gestalten Produktionsprozesse effizienter und flexibler und erhöhen die Liefertreue gegenüber unseren Kunden“, fasst Jürgen Nothof zusammen. „Zudem können wir Kennzahlen aus der Produktion jetzt auch nahtlos mit betriebswirtschaftlichen Daten und Vorgängen in SAP ERP verknüpfen.“ Mit dieser vertikalen Integration hat SUSPA auch die Grundlage für eine intelligente Fabrik nach dem Industrie-4.0-Konzept geschaffen.


SUSPA GmbH

Hauptsitz: Altdorf
Branche: Fertigungsindustrie, Automobilzulieferer
Produktionsstätten: Deutschland, Tschechien, USA und Asien
Mitarbeiter: 1.720 Mitarbeiter
Jahresumsatz: 200 Mio Euro
www.suspa.com


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