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Datum:  Donnerstag, 3. Dezember 2015

Saint-Gobain PAM führt eine mobile Lagerlösung ein – auf Basis von SAP WM und ORBIS MPS

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Saint-Gobain PAM in Saarbrücken steuert die Ein-, Um- und Auslagerung in seinem Zwischenlager durchgängig und somit transparent und effizient mit mobiler Datenerfassung. Der dialoggestützte Prozess erhöht die Bestandsgenauigkeit, die Endproduktion wird schnell und zuverlässig beliefert. Für die Durchgängigkeit der Abläufe im Lager sorgt das Warehouse-Management-System von SAP (SAP WM) in Verbindung mit der ORBIS MPS als mobiler Lösung und Auto-ID-Technologie.

Saint-Gobain PAM: Mit ORBIS Multi-Process Suite, SAP WM und Auto-ID zu mehr Effizienz im Lager

In der Trinkwasserversorgung ist der sichere Transport des Wassers in speziell beschichteten Rohrleitungssystemen ebenso wichtig wie die Reinheit der Quelle. Mehr als 100 Metropolen und 1.000 Großstädte sowie unzählige kleinere Städte und Gemeinden rund um den Globus setzen hierbei auf die langlebigen, stabilen Hochleistungsrohre aus duktilem Gusseisen von Saint-Gobain PAM. Das Unternehmen, Teil der französischen Saint-Gobain-Gruppe, hat weltweit 21 Produktionsstätten und liefert pro Jahr mehr als 20.000 Kilometer Rohre, die auch zur umweltfreundlichen Abwasserentsorgung eingesetzt werden, in mehr als 145 Länder.

Pro Tag 1.800 Wasserrohre

„Allein unser Werk stellt zwischen 1.500 und 1.800 Wasser- und Abwasserrohre pro Tag her“, sagt Gero Pokar, Produktionsleiter bei Saint-Gobain PAM in Saarbrücken. Sämtliche Rohre, die hier im Zweischichtbetrieb produziert werden, sind sechs Meter lang und haben einen Normdurchmesser zwischen 80 und 700 Millimeter. Die „Rennertypen“ werden direkt für das Fertiglager hergestellt, von wo sie so schnell wie möglich ausgeliefert werden.

Rohrtypen, die sich nicht so häufig verkaufen, werden nach dem Gießen und Verzinken als Halbfabrikate im Freilager zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt endgültig konfektioniert. Die Rohre werden auf zwei Vierkanthölzern zu einer Lage zusammengefasst, mehrere Lagen übereinander bilden eine Transporteinheit, die von Staplern zuerst an einen Stellplatz im Zwischenlager transportiert und dann für die Endfertigung wieder ausgelagert wird. Je nach Typ kann eine Lage bis zu zehn Rohre enthalten, maximal fünf Lagen dürfen gestapelt sein.

Klare Sicht auf 10.000 Rohre

„Im Zwischenlager führen wir im Schnitt mehr als 10.000 Halbfabrikate. Um die richtigen Rohre zum richtigen Zeitpunkt an die nächste Produktionsstufe zu übergeben, brauchen wir eine klare Sicht auf den aktuellen Bestand und alle Lagerbewegungen“, verdeutlicht Gero Pokar. Deshalb hat das Saarbrücker Werk das Warehouse-Management-System von SAP (SAP WM) und die ORBIS Multi Process Suite (ORBIS MPS), eine ABAP-basierte Lösung für die mobile Datenerfassung aus dem Haus der ORBIS AG, implementiert.

Zur fehlerfreien Identifizierung der Rohre nutzt man die Auto-ID-Technologien RFID und DataMatrix-Code. Sie konnten über ORBIS MPS problemlos und auf sehr einfache Weise mit der SAP-Lagerverwaltung verknüpft werden, so ist der reibungslose Datenfluss gewährleistet. „Durch den Auto-ID- und dialoggestützten Prozess mit mobiler Datenerfassung und den beleglosen Informationsfluss bringen wir spürbar mehr Transparenz und Effizienz in das Zwischenlager“, erläutert Gero Pokar.

Hohe Bestandsgenauigkeit dank Auto-ID

Da Buchungsvorgänge jetzt automatisiert durchgeführt werden, können die Mitarbeiter im Lager sämtliche Warenbewegungen mit einem Blick in die mobile Lösung lückenlos nachverfolgen, die zeitaufwendige Suche nach den gewünschten Rohren und deren Ablageplatz entfällt. Bestandsabweichungen gehören ebenfalls der Vergangenheit an, und auch Differenzen bei der Lagerinventur sind so gut wie verschwunden.

„Was physisch als Bestand im Lager ist, erscheint jetzt in der SAP-Lagerverwaltung und umgekehrt“, verdeutlicht Gero Pokar. Da die Identifizierung der Rohre per Auto-ID statt durch Augenschein erfolgt, sind Verwechslungen praktisch ausgeschlossen. Dank der durchgängigen IT-Unterstützung im Zwischenlager lassen sich auch vor- und nachgelagerte Prozesse besser überblicken, sodass Fehler frühzeitig auffallen und berichtigt werden können – ein angenehmer Nebeneffekt.

Einführung in sechs Monaten

Trotz der komplexen Anforderungen hat Saint-Gobain PAM den Implementierungszeitrahmen von sechs Monaten und das veranschlagte Budget eingehalten. Die Einlagerung ging schon vor den Weihnachtsfeiertagen 2014 in Betrieb, im Januar 2015 folgten dann der Pickprozess und die Umlagerung. „Die Intralogistik-Experten von ORBIS haben uns sowohl bei der Einführung wie auch bei der Prozessoptimierung hervorragend unterstützt. Dank ihres hohen persönlichen Engagements konnten selbst kurzfristige Änderungswünsche zeitnah umgesetzt werden“, hebt Gero Pokar hervor.

Da der Einsatz von SAP-Software fest zur Geschäfts- und IT-Strategie des französischen Konzerns gehört, war die Entscheidung für die SAP-Lagerverwaltung ein logischer Schritt. Auch von ORBIS MPS waren die Verantwortlichen von Beginn an überzeugt, denn die Suite ist vollständig in SAP integriert, einfach zu bedienen und visualisiert Informationen prozessbezogen und in leicht verständlicher Form auf einer modernen Oberfläche. „Die Endanwender arbeiten gerne mit der mobilen Lösung“, berichtet Gero Pokar. Design und Entwicklung der mobilen Applikationen erfolgte intern durch PAM mit Unterstützung der ORBIS Berater.

Fehlerfreie Identifizierung

Eine besondere Herausforderung lag in der Verknüpfung und Automatisierung der Abläufe im Zwischenlager. Hier stellt die Verwendung von DataMatrix-Codes in Verbindung mit RFID-Chips sicher, dass alle benötigten Informationen korrekt gelesen und verarbeitet werden. Die Lagermitarbeiter führen in einem ersten Schritt verschiedene Scanprozesse per Handheld durch. Sie werden so mit den für die Vorgänge im Lager benötigten Daten versorgt. Die für SAP relevante Materialnummer wird nach dem Scanprozess aus dem MES-System eines Drittanbieters zugespielt. Mit Hilfe dieser Informationen kann die Zuordnung der Gussrohre zu den Transporteinheiten in korrekter Art und Anzahl gewährleistet werden.

Im Gegenzug fließen sämtliche Informationen über die Vorgänge im Lager in SAP WM ein, das für jede Transporteinheit automatisch einen Stellplatz im Zwischenlager ermittelt. Der dadurch entstandene Transportauftrag wird dann auf dem Touchscreen-Terminal des zuständigen Staplers angezeigt, auf dem auch ein RFID-Lesegerät montiert ist. Durch das Einlesen der Informationen auf dem RFID-Chip, die an SAP WM übertragen und dort gegen den aktiven Einlagerungsauftrag geprüft werden, ist gewährleistet, dass bei der Einlagerung die richtige Einheit an den vorgesehenen Stellplatz kommt und im Zuge der Auslagerung die Bestandsführung korrekt ist.

Schritt in Richtung Industrie 4.0

Noch in diesem Jahr soll die SAP-gestützte Lagerlösung mit mobiler Datenerfassung auch im Fertiglager implementiert werden, der Rollout in weitere Werke ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant.


„Mit der SAP-Lagerverwaltung, ORBIS MPS für die mobile Datenerfassung und den Auto-ID-Technologien machen wir unsere Lagerprozesse transparenter und effektiver und erzielen eine nie da gewesene Bestandsgenauigkeit“, fasst Gero Pokar zusammen. „Zugleich ist mit diesem Schritt auch die Grundlage für die digitale Vernetzung der Abläufe in Intralogistik und Produktion im Sinne von Industrie 4.0 gelegt.“ 


Saint-Gobain PAM Deutschland

Hauptsitz: Saarbrücken
Produkte: Rohrleitungssystemen für den Wassertransport und die Abwasserentsorgung
Saint-Gobain PAM gehört zur Saint-Gobain Group
Saint-Gobain PAM weltweit: auf fünf Kontinenten präsent, dichtes Handelsnetz in 20 Ländern
Mitarbeiter: Knapp 400 Mitarbeiter in Saarbrücken
Website: www.pamline.de


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